Bestimmen
Wer, wann, welche Technik? Signatur, Rückseite, Etiketten, Stempel und Rahmen erzählen oft mehr als die Bildseite.
Kunstbewertung
„Das ist etwa 3.000 Euro wert“ — solche Sätze hört man schnell. Nur nützen sie niemandem, solange nicht dabeisteht, warum. Ich bewerte Kunst so, dass Sie die Zahl selbst nachvollziehen können: welches Vergleichswerk, welcher Zustand, welcher Markt, welcher Zeitpunkt.
Vorgehen
Wer, wann, welche Technik? Signatur, Rückseite, Etiketten, Stempel und Rahmen erzählen oft mehr als die Bildseite.
Abgleich mit Werkverzeichnissen und tatsächlich erzielten Auktionsergebnissen — nicht mit Wunschpreisen aus Verkaufsportalen.
Zustand, Format, Werkphase und aktuelle Nachfrage entscheiden, wo Ihr Werk innerhalb dieser Spanne steht.
Für dasselbe Bild gibt es mehrere richtige Zahlen: den erzielbaren Verkaufserlös, den Wiederbeschaffungswert für die Versicherung und den Ansatz für eine Erbauseinandersetzung. Ich sage Ihnen vorher, welchen Wert Sie für Ihren Zweck brauchen.
Anlässe
Schwerpunkte
Unterlagen
Provenienzrecherche
Mit der Herkunft steht und fällt der Wert, und zwar in beide Richtungen. Eine belegte Provenienz kann ein Werk deutlich nach oben ziehen. Eine Herkunft, die einer Prüfung nicht standhält, kostet Sie im Zweifel den ganzen Verkauf — dann nämlich, wenn sie erst beim Auktionshaus auffällt und nicht bei mir.
Zusammentragen, was überhaupt vorhanden ist: Etiketten, Stempel, rückseitige Aufschriften, alte Rechnungen, Versicherungsunterlagen, Fotos aus Familienbesitz. Die Rückseite eines Bildes ist dabei fast immer ergiebiger als die Bildseite.
Gehören die Etiketten überhaupt zu diesem Werk? Sitzen sie auf der originalen Trägerpappe oder auf einer später ergänzten? Wiederverwendete Pappen und nachträglich montierte Etiketten sind häufiger, als man denkt — und auf einem Foto nicht zu erkennen. Dieser Schritt braucht einen Termin am Original.
Galerie- und Künstlerarchive, Museen, Ausstellungsarchive, frühere Versicherer und Makler. Diese Auskünfte stehen in keiner Datenbank, man muss sie erfragen — oft in mehreren Sprachen und über mehrere Stationen.
Werkverzeichnis, Ausstellungskataloge, Auktionsdatenbanken: Stimmen Nummer, Maße, Titel und Datierung mit dem überein, was tatsächlich vor Ihnen hängt? Häufig sind es wenige Zentimeter Abweichung, die eine Zuschreibung zum Einsturz bringen.
Schriftlich und mit Quellen: was belegt ist, was widerlegt wurde und ab welchem Zeitpunkt die Kette lückenlos ist. Diese Unterlagen bleiben beim Werk und gehen beim Verkauf mit — sie sind selbst ein Teil des Wertes.
Ergebnis
Nicht jede Recherche endet mit einer schöneren Geschichte. Manchmal zeigt sich, dass ein Galerieetikett nie zu diesem Blatt gehört hat. Das ist keine schlechte Nachricht, sondern eine rechtzeitige. Ein Werk, dessen Herkunft beim Einliefern zerfällt, wird zurückgewiesen oder bleibt unverkauft.
Recherche kostet Zeit, und die ist nicht umsonst. Bei einem Landschaftsbild im niedrigen dreistelligen Bereich steht der Aufwand selten im Verhältnis zum Ergebnis. Bei allem, was in die Zehntausende geht, bei zugeschriebenen Werken und bei allem mit möglichem Bezug zu den Jahren 1933 bis 1945 führt kein Weg daran vorbei. Ich sage Ihnen vorab, in welche Kategorie Ihr Werk fällt — bevor Sie irgendetwas beauftragen.
Ich erstelle marktorientierte Werteinschätzungen auf Basis von über zehn Jahren Praxis im Kunsthandel und im Auktionsgeschäft. Brauchen Sie ein Gutachten, das eine öffentliche Bestellung oder Zertifizierung voraussetzt — etwa für ein Gerichtsverfahren —, sage ich Ihnen das direkt und nenne Ihnen eine passende Adresse.
Verkaufen statt nur bewerten
Häufig ist die Bewertung nur der erste Schritt. Danach vermittle ich das Werk gegen erfolgsabhängige Provision — oder Sie verkaufen direkt an Böcker Fine Art, dann geht es ohne Wartezeit auf die nächste Auktion. Auch Porzellan, Silber, Möbel und komplette Nachlässe laufen dort.
Zur Ankaufsseite boeckerfineart.de